Meraner Höhenweg – 2. Etappe

Zimmer im Berggasthaus Giggelberg

In die zweite Etappe unserer Wanderung starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück im Gasthaus Giggelberg, in dessen sauberen, großzügigen und zur Location passend mit viel Naturholz ausgestatteten Zimmern wir uns vom ersten Tag sehr gut erholt hatten. So gut, dass wir das kräftige Gewitter, dass in der Nacht über der Region niedergegangen war, kaum bemerkt hatten, dessen Spuren wir aber in den folgenden Tagen immer wieder zu sehen bekommen sollten.

Sonne und Wolken über dem Giggelberg

Der Himmel war noch wolkenverhangen und es war recht kühl, als wir die ersten Meter vom Giggelberg bergan vorbei am nicht mehr im Betrieb befindlichen Hochforch weiter in Richtung der „1000-Stufen-Schlucht“ zurücklegten. Aber unsere stets im Rucksack mitgeführte Schlechtwetterkleidung konnten wir getrost gut verstaut lassen, das Wetter klarte mit dem Tagesverlauf zunehmend auf – dem weiteren Wandervergnügen stand nichts im Weg.
Durch die Übernachtung im Berggasthaus sparten wir eine gute Stunde Zeit, die wir bei einer Übernachtung im Tal für eine neuerliche Anfahrt zum Startpunkt benötigt hätten.

Über nicht ganz 1000 Stufen , es sollen exakt 987 sein, geht es auf zum Teil abenteuerlich angelgten Abschnitten mit Stufen aus Natursteinen hinab in den Lahnbachgraben – und auf der anderen Seite wieder hinauf Richtung Unterstell. Einen Teil der Schlucht kann man auf einer Hängebrücke überqueren, die aber deutlich kürzer als die Spannbandbrücke über den Töllgraben ist. Ganz und gar abenteuerlustige Wanderer können aber auch noch weiter hinabsteigen, und auch diesen Teil des Lahnbachgrabens direkt durchschreiten. Wie auch in anderen Teilen des Wanderweges 24 braucht es auch hier schon ein wenig Kondition, um diesen Wegabschnitt gut absolvieren zu können.
Belohnt wird man mit sagenhaften Gesteinsformationen, imposanten Wasserfällen, wunderbaren Aussichten ins Tal, leuchtenden Farben und wohlklingenden Geräuschen der Natur.

Hat man den Aufstieg auf der anderen Seite des Lahnbachgrabens hinter sich gebracht, führt der Weg an Pirchhof, Gruberhof und Innerforch vorbei und ein wenig oberhalb des Hofes Unterstell, der seinerseits wie der Giggelberg eine moderne Seilbahn ins Tal nach Naturns bietet, weiter zum Linthof, den wir für eine kurze Pause und einen kleinen Imbiss nutzten.
In diesem Bereich angekommen, lässt man den Blick ins Etschtal hinter sich und schwenkt langsam Richtung Norden, der Meraner Höhenweg führt nun oberhalb entlang des Schnalsbachtals. Das bergauf und bergab ist hier nicht mehr so ausgeprägt wie bisher, man wandert relativ konstant auf einer Höhe um die 1500m.

Ein gutes Stück weiter am Waldhof entdeckten wir unweit des Gebäudeensembles des Bauernhofes eine kleine Kapelle – erfreulicherwiese war die Türe unverschlossen und so konnten wir uns auch einen Eindruck vom Inneren verschaffen. Eine wirklich hübsche Kapelle, sogar mit einem eigenen kleinen Glockenturm.
Eine weitere kleine Kapelle konnten wir am Unterperflhof berstaunen, die war allerdings leider verschlossen und auch etwas einfacher gehalten.

Unsere 2. Etappe näherte sich langsam aber sicher dem Tagesziel, der kleinen Ortschaft Katharinaberg im Schnalstal. Um dort hinzugelangen, verließen wir den Meraner Höhenweg ein Stück hinter Unterperfl und folgten dem Wanderweg 10 bis nach Katharinaberg hinein. Dort gab es eine ebenfalls wunderschöne und im Inneren reich verzierte Kirche zu bestaunen, bevor uns ein Bus zurück nach Naturns und von dort eine Regionalbahn nach Meran beförderte.

Die dritte wie auch die zwei weiteren Nächte in Südtirol verbrachten wir dann im Hotel Sittnerhof in Meran, von wo aus wir die beiden folgenden Etappen jeweils morgens starteten. Das Vorhaben, die vierte Nacht, also zwischen Etappe 3 und 4, ebenfalls wie die zweite Nacht in einem Berggasthaus zu verbringen mussten wir verwerfen, da leider keine passende Unterkunft frei war. Das allerdings stellte sich später als Irrtum heraus, weil uns eine potentielle, bis dahin nicht bekannte Unterkunft erst später durch andere Wanderer empfohlen wurde.

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