Meraner Höhenweg – 3. Etappe

Petrus war uns im wahrsten Sinne wohlgesonnen: Die 3. Etappe unserer Wanderung entlang des Meraner Höhenweges starteten wir nach einer angenehmen Übernachtung im Meraner Sittnerhof bei Sonnenschein und stahlblauem Himmel wiederum in Dorf Tirol, wo es abermals mit der Seilbahn hinauf zum Hochmuth ging, von dort führte uns der Weg allerdings nun entgegen des Uhrzeigersinns ostwärts in Richtung der Muthöfe.

Durch viel bewaldetes Gebiet waren auf diesem Streckenabschnitt nur hin und wieder Ausblicke ins Tal möglich. Dafür konnten wir eindrucksvoll einen Paraglider bei seinem Flug beobachten, der einerseits hoch über dem Tal, aber trotzdem unter uns unterwegs war. Die teils schmalen Pfade verliefen aber ebenso durch hochgewachsene, herrlich duftende Bergwiesen, untermalt mit lautem Grillenzirpen und dem Geläut der einen oder anderen Kuhglocke.

Am Gasthof Talbauer und oberhalb der Muthöfe vorbei ging es immer weiter bergab, bis wir das Gasthaus Longfall auf etwas unter 1100m Höhe erreichten. Ein uriger, gut besuchter Berggasthof, den wir für eine kleine Erfrischung nutzten.

Ehemalige Transportseilbahn

Vom Longfallhof stiegen wir wiederum einige Höhenmeter auf – nicht ganz ohne Hindernisse: eine riesige Tanne lag mit vollem Geäst quer über dem schmalen Wanderweg, sodass es einer kleinen sportlichen Einlage und einiger Kraxelei bedurfte, um daran vorbeizukommen und den Weg fortsetzen zu können. Darauf hatten uns andere Wanderer, denen wir begegnet waren, bereits hingewiesen und von einer „ganz gefährlichen Stelle“ berichtet; nun wussten wir, was gemeint war.

Gebirgsbach am Longfall

Einige Zeit, Kilometer und Höhenmeter weiter, im Bereich einer Bergspitze kurz vor dem Gasthaus Bergrast und unterhalb des Gasthauses Wald, konnten wir zurück ins Etschtal blicken – und nach vorn ins Passeirtal, oberhalb dessen wir nun weiterwanderten. Die frisch gemähte Wiese lud zum Verweilen und Genießen ein. Musikalische Untermalung durch heimische Grillen und Vögel inkludiert. Einfach wunderbar.

Damit näherten wir uns aber auch schon dem Etappenziel, dem kleinen Bergdorf Vernuer. Hier lohnt sich ein Blick in die kleine Kapelle genauso wie in die historische, wasserbetriebene Säge-Mühle.

Aus Vernuer fährt stündlich ein kleiner Bus nach Dorf Tirol – diese Möglichkeit nutzten wir und ließen diese Wanderetappe bei Kaffee und Apfelstrudel ausklingen, bevor wir mit dem Bus nach Meran zurückkehrten.

Kaffeepause mit Apfelstrudel

Am Abend besuchten wir in Meran noch den „Tappeinerweg“, einen Promenadenweg durch die Weinhänge oberhalb Merans. Von hier konnten wir einen malerischen Sonnenuntergang beobachten, bevor wir uns auf die kommende, letzte Etappe vorbereiteten.

Meraner Höhenweg – 3. Etappe – Übersicht

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