Projekt #iPadonly

Unsere Geocaching-, Städte- und Wandertouren wie auch meine berufliche Tätigkeit haben immer wieder mal zu der Überlegung geführt, dass ich gerne ein mobiles Arbeitsgerät mitführen würde, das der Leistungsfähigkeit eines Laptops gleicht, aber leichter und flexibler zu nutzen ist. Außerdem wollte ich die Anzahl der Geräte reduzieren.

Und da ich in der Vergangenheit bereits häufiger davon gelesen habe, dass Menschen auf eine reine iPad-Nutzung setzen und erfolgreich damit sind, habe ich nun für mich ebenfalls diesesProjekt am 01.07.2019 gestartet.

iPad Pro 12.9 2018 im Außeneinsatz

Das MacBook hat nun also ausgedient und als Arbeitsgerät dient ab sofort ein iPad Pro 12.9“ der dritten Generation mit einem „Smart Keyboard Folio“, also dem Apple Tastaturcover und einem Apple Pencil. Als Speicher habe ich mich für die kleine 64GB-Variante entschieden, dafür aber in der Cellular-Version. Die Speicherentscheidung habe ich nach reiflicher Überlegung und auf Grundlage meiner bisherigen Erfahrungen getroffen. Die meisten Dokumente, Bilder und andere Dateien lagern ohnehin in einer Cloud, auch bei der Verarbeitung mit einem Laptop. Neben den üblichen Internet- und Officeanwendungen lassen sich auch Bilder bearbeiten und Videos schneiden. Kurzum: die kleine Powermaschine kann alles, was ich brauche und bislang funktioniert alles (fast) zu meiner vollsten Zufriedenheit. Bis auf einige kleine Ausnahmen.

Ausnahme 1: Das Übertragen von Bildern von einer Speicherkarte oder Kamera. Die Übertragung auf das iPad an sich funktioniert ohne jegliche Einschränkung tadellos, solange ich die Bilder direkt in die Mediathek importiere. Möchte ich aber Bilder von einer Speicherkarte oder angeschlossenen Kamera browserbasiertes zum Beispiel bei Google Fotos hochladen, funktioniert das (noch) nicht. Aber hier ist Abhilfe in greifbarer Nähe: mit Release von iPadOS im Herbst wird diese Möglichkeit eingeräumt.

Ausnahme 2: Nutzung von Popups / Browser-Fenstern.
Zuweilen lassen sich Popups oder auf einer Website eingebundene Fenster mit eigenen Scrollbalken nicht scrollen, weder mit dem Finger noch mit dem Pencil. Auch hier hoffe ich, dass die Problematik mit iPadOS verschwindet oder durch das Update eine Third-Party-Browsers behoben wird.

Ausnahme 3: Es ist nicht möglich, konsequent nur mit dem Pencil zu arbeiten und auf den Fingereinsatz zu verzichten.
Bestes Beispiel: ich möchte eine aktive App durch einen Swipe vom unteren Bildschirmrand nach oben beenden. Oder das Dock hochwischen.

Ausnahme 4: Manche Websites lassen auf dem iPad keine Desktopansicht zu.
Öffne ich zum Beispiel Gmail über den Brwoser, lande ich immer wieder in der mobilen, im Vergleich zur Desktopansicht reduzierten Website. Auch das klicken auf den Button „Desktop-Ansicht anfordern“ im Browsermenü ist in diesem Fall nicht zielführende. Dasselbe gilt übrigens auch für das Email-Center der Telekom.
Da ich aber üblicherweise Spark für meine Email-Bearbeitung nutze, ist diese Tatsache in meinem Arbeitsalltag eher nachrangig.

Der Apple Pencil 2.Gen

Aber mit diesen Ausnahmen kann ich erstmal sehrt gut leben, dafür lassen sich einige Dinge mit iPad-Apps sehr viel angenehmer lösen und bearbeiten als browserbasiertes am Laptop. Wie immer im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile.
Zudem bin ich sehr guter Hoffnung, dass mit dem erwähnten Release von iPadOS im Herbst eine mobile Arbeit #iPadonly noch angenehmer und umfänglicher möglich sein wird.

Über meine Erfahrungen werde ich hier weiter berichten. Unter http://www.ipadonly.de berichtet Prof. Dr. Roland Brühe übrigens ebenfalls über seine Erfahrungen.

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. Schöner Auftakt! Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Für mich ist ein Produktivitätshemmnis oft noch die geringere Funktionsausstattung der MS Office Apps gegenüber den Desktopversionen. Mal schauen, was sich da in Zukunft noch tun wird. Vielleicht ist das öffentliche Reden über #ipadonly ja hilfreich…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.