Projekt #iPadonly – ein Verlaufsbericht

Nach der anfänglichen Euphorie zu meinem Projekt #iPadonly und dem überzeugten „jo – wir schaffen das“ ist inzwischen ein wenig Ernüchterung eingetreten. Warum das so ist, will ich in den folgenden Zeilen versuchen zu erläutern.

Mobiles Arbeitsgerät: das iPad pro 12,9“

Zunächst zum Positiven: das iPad ist ein tolles, schnelles Arbeitsgerät, das so portabel und flexibel ist, wie ich es mir gewünscht habe. Das Display ist herausragend, der Akku hält lange durch und es lässt sich nahezu alles, was ich mit einem Computer erledigen möchte, auch mit dem iPad erledigen. Mit der Tastatur von Apple lassen sich auch lange Texte gut schreiben, einzig eine Tastaturbeleuchtung wäre noch eine schöne Ergänzung. Die Arbeit mit dem Pencil ist angenehm und verzögerungsfrei. Als ich zwischendurch mit einem MacBook zu tun hatte, habe ich mich sogar dabei ertappt, wie ich versuchte, Eingaben direkt am Bildschirm vorzunehmen – dieser Versuch ist natürlich kläglich gescheitert. 🙂

Die Sache hat aber auch ein paar Schattenseiten, die im Alltag sehr nervig werden können. Eine davon sind Popup-Fenster auf Webseiten. Enthalten sie einen Scrollbalken, so ist es manchmal nicht möglich, innerhalb dieses Fensters zu scrollen, sondern die Scrollfunktion wird in der darunter liegenden Webseite ausgeführt. Eine Lösung habe ich dafür bislang nicht gefunden.

Gmail gibt es aktuell auf dem iPad nur in der mobilen Ansicht

Manche Webseiten zeigen immer eine für mobile Geräte angepasste Ansicht. Auch mit der Funktion „Desktop-Site anfordern“ lässt sich die Änderung der Ansicht in die Desktopversion nicht erzwingen. Damit fehlen zuweilen recht viele Funktionen. Zum Beispiel ist das bei Gmail und der Weboberfläche von Telekom-Mail der Fall.


Allerdings wird dieses Problem wohl spätestens mit dem Update auf iPadOS im Herbst behoben. Insofern bin ich versucht, die öffentliche Beta zu installieren – habe mich aber noch nicht getraut. Zu groß scheinen mir noch die Bugs, die in verschieden Blogs und Podcasts geschildert werden.

Was mir ebenfalls noch fehlt, ist ein vernünftiger Bildbearbeitungsworkflow zur Entwicklung von Bildern im RWA-Format. Irgendwie hat jede App ihre Haken und Ösen, am liebsten wäre mir so etwas wie Lightroom Classic auf dem iPad. Aber vermutlich muss ich da einfach nur noch ein bisschen suchen und probieren, unlösbar scheint mir das Problem nicht. Die grundsätzliche Möglichkeit besteht ja mit Lightroom CC, Affinity oder RAW Power durchaus.

Aber ich bleibe am Ball, Ziel ist weiterhin #iPadonly, ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass es funktioniert und in der Summe überzeugt.

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2 Antworten

  1. Danke für den Beitrag! Ja, da gibt es ein paar Schattenseiten; die sehe ich auch. Wenn die Berichte zum iPadOS zutreffen, dürften sich viele jetzt unzulänglich wirkenden Aspekten damit wohl auflösen. Die Safari-Weiterentwicklung ist da eine gute Sache. Ich bin vor allem auf die Dateien-App gespannt und die Möglichkeit, Dateien mit externen Speichermedien hin- und herzutransferieren. Und ich hoffe, dass Adobe die schon lange angekündigte Version von Paintshop für das iPad bald herausbringen mag. Letztlich liegen die Möglichkeiten des iPad Pro in den Apps, die die gute Hardware nutzen. Da geht noch etwas…
    Ich hatte auch überlegt, mir die Beta von iPadOS zu holen, habe mir jetzt aber ein Abwarten bis zur offiziellen Veröffentlichung auferlegt. Es soll dann doch alles sauber funktionieren auf meinem Gerät, das ich ja täglich nutze.

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