IKEA Symfonisk

Mein erstes Mal (und mein zweites Mal)

von Steffan Correll

Bevor ich über die sozialen Medien von Ikeas Zusammenarbeit mit Sonos erfahren hatte, war die Verwendung eines vernetzten Soundsystems oder überhaupt irgendeines Soundsystems in unserem Haus überhaupt kein Thema. Nicht nur wegen des teils recht hohen Preises dieser Technik, sondern hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass meine Frau und ich eher nicht so die Musikhörer sind. Radio im Auto und hin und wieder ein paar Songs vom iPhone waren für unseren Anspruch ausreichend. 

Nach dem Lesen der ersten Testergebnisse zu Ikeas Symfonisk wurde ich jedoch neugierig. Der Preis von 99,-€ für den Regallautsprecher war natürlich auch sehr verlockend. Die Lampe für 179,-€ ist da wieder so ein Ding der Geschmacksfrage. In unsere Einrichtung hätte sie durchaus hinein gepasst, allerdings waren wir uns sofort einig, dass der Aufpreis von 80,-€ nur für einen Milchglas-Lampenschirm alles andere als gerechtfertigt ist. Die Leuchtfunktion hat nämlich überhaupt nichts mit der Vernetzung zu tun. Außer man bestückt die Lampe mit einer smarten Glühbirne. Aber das ist bei der Betrachtung der Lautsprecherfunktion ja nicht von Interesse. 

Foto: IKEA

Nun also zum Regallautsprecher. Verpackt ist er, Ikea üblich, in einem Pappkarton mit Formeinlagen ebenfalls aus Pappe. Für die Umwelt ist das so natürlich viel besser, als wenn Styropor genommen würde. Einen kleinen Kritikpunkt an dieser Stelle verdient dann aber doch die dünne Schaumfolie, in die der Lautsprecher selbst noch einmal eingeschlagen ist. Da könnte auch Seidenpapier Verwendung finden. 

Das weitere Zubehör besteht nur noch aus zwei Kabeln (Stromversorgung und Netzwerkleitung) und der Kurzbedienungsanleitung. Netzwerkkabel? Ja, man kann den Symfonisk direkt an einen Router anschließen. Manch einer mag vielleicht kein WLAN in seinem Haus. Soll es geben, jeder, wie er mag. 

Wenn man den Lautsprecher also mit der Steckdose verbunden und die Sonos App auf seinem Handy installiert hat, kann es direkt losgehen. Die App führt in klar beschriebenen Schritten durch die Einrichtung, die ich beim ersten Versuch im WLAN Netz meiner Schwiegermutter vorgenommen hatte. Nach rund fünf Minuten ertönte die erste Musik aus dem Lautsprecher. Erwähnt sei hier allerdings auch, dass man zwingend ein Konto mit Angabe einer Email Adresse und eines Passsworts bei Sonos erstellen muss, so man denn noch keines hat. Die App schlägt bei der ersten Installation die Kalibrierung des Lautsprechers namens Trueplay vor. Damit wird eine Art Raumprofil erstellt und der Klang entsprechend der räumlichen Gegebenheiten angepasst. Dazu später mehr, bei Schwiegermama habe ich diesen Schritt übersprungen. Er kann jederzeit über die Einstellungen in der App nachgeholt werden. 

Wie eingangs bereits erwähnt, bin ich nicht der audiophile Mensch. Ich mag den Klang eines Lautsprechers oder eben nicht. In der App kann man über einen Miniequalizer die Bässe und die Höhen beeinflussen, die Mitten nicht. Aber auch ohne jede Klangkorrektur waren wir vom ersten Hörergebnis sehr angetan. Aus einem Lautsprecher, nicht mal halb so groß wie ein Schuhkarton, einen satten Bass und klare Höhen zu hören erstaunt den unerfahrenen Ersthörer. 

Das erste Mal war damit also ein voller Erfolg!

Foto: Steffan Correll

Aus dem Urlaub wieder zu Hause angekommen gab es natürlich nichts wichtigeres zur tun, als Symfonisk wieder aus seinem Karton zu holen und im Wohnzimmer zu platzieren. Fix wurde das iPhone gezückt, die Sonos-App gestartet und gesehen,  dass der Lautsprecher nicht im WLAN zu finden war. Hier hilft die App auch wieder weiter. Allerdings wurde der Lautsprecher nicht im WLAN mit dem das Handy verbunden war gefunden. Sehr seltsam. Symfonisk spannt in diesem Fall ein eigenes WLAN auf und man wird aufgefordert, sich über die Einstellungen des iPhone mit eben diesem Netz zu verbinden, bevor man in der Sonos App fortfährt. 

Bis dahin lief alles gut. Nachdem sich iPhone und Symfonisk wieder gefunden hatten, konnten wir Musik hören. Jetzt startete ich die Trueplay Einstellung. Dazu gibt es in der App ein kurzes Erklärvideo, in dem gezeigt wird, dass das Handy aus einer evtl. vorhandenen Hülle genommen und um 180° gedreht gehalten werden soll, damit das Mikrofon an der Unterseite nicht von der Hand verdeckt wird, sondern frei in den Raum „hineinhören“ kann. 

Die Bewegungen, mit denen man sich nach dem Klick auf den Start Button durch den Raum bewegt, sehen etwas so aus, als würde man seinen Namen tanzen. Meine Frau musste sich das Lachen verkneifen, weil während des Tests absolute Stille herrschen muss. Die Box gibt während dieser ca. 30 Sekunden recht laute und auch nervige Töne von sich, die entfernt an das Echolot eines U-Boots erinnern. 

Dann startet die Übertragung der Messergebnisse von der App an den Lautsprecher. Also, eigentlich. Mir wurde eine Fehlermeldung angezeigt, dass Symfonisk und iPhone nicht im selben WLAN wären und ich das bitte einstellen soll. Den Schritt hatte ich doch schon getan. Was soll ich sagen? Ich durchlief die Paarung noch zweimal, bevor ich endlich herausfand, warum es immer wieder zu dieser Fehlermeldung kam. 

Mein Internetrouter stellt zwei WLAN Netze zur Verfügung. 2,4 GHz und 5 GHz. Symfonisk funktioniert ausschließlich im 2,4 GHz Netz, das iPhone verbindet sich gerne mit 5 GHz und war damit natürlich nicht mehr mit dem Lautsprecher verbunden. Nachdem ich also das Handy fest mit dem 2,4 GHz Netz verbunden hatte, waren alle Probleme beseitigt und die Messergebnisse aus der Trueplay Aktion wurden einwandfrei an Symfonisk übertragen. 

In der Sonos App wird an dieser Stelle geschrieben, dass der Effekt durchaus klein aber dennoch fein sein kann. Meine Frau und ich waren jedoch einig, der Effekt ist gewaltig. Die Klangqualität hat sich enorm verbessert. Der Lautsprecher steht in einer Ecke unseres 45 m2 großen Wohnzimmers ca. 50 cm über dem Boden auf einem Beistelltisch. Jeder Hifi Fan wird jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Und dennoch wird der gesamte Raum mit sattem Sound ausgefüllt. 

An dieser Stelle muss jedoch einschränkend erwähnt werden, dass diese Funktion  der Trueplay Kalibrierung. ausschließlich mit einem iPhone vorgenommen werden kann. Handys anderer Hersteller sind hier außen vor. Erklärt wird das damit, dass Apple in seinen Handys immer die gleichen Mikrofone verbaut. Damit ist gewährleistet, dass die Messergebnisse konstant sind. Bei der Vielzahl verschiedener Mikrofone in anderen Handys kann das nicht sichergestellt werden.

Mal sehen, ob es irgendwann noch einen zweiten Symfonisk gibt, um ein Stereopaar zu haben. 

Das zweite Mal war also, trotz einiger technischer Hürden, auch ein voller Erfolg. 

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1 Antwort

  1. Danke für den interessanten Bericht. Ich überlege, mir für zuhause einen Lautsprecher zuzulegen und dachte bislang an einen HomePod von Apple. Jetzt werde ich das mal mit dem Sinfonisk abwägen…

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