Ausflugs-Tipp: Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg

In den Sommerferien haben wir dieses Jahr nur wenige kurze Zeitfenster für gemeinsame Familienausflüge. Einer davon führte uns ziemlich spontan nach Bad Segeberg zu den Karl-May-Spielen. Da wollten wir eigentlich „schon immer mal“ hin. Gesagt getan, online Plätze in der Freilichtbühne am Kalkberg ausgesucht und gekauft, Hotel in Lübeck gebucht und zwei Tage später waren wir auf der Autobahn Richtung Norden.

In diesem Jahr heißt das Stück „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers“.
Gehört hatten wir im Vorfeld immer nur Gutes und insofern waren wir gespannt, was uns erwarten würde. Unser Plan war, zunächst Bad Segeberg unsicher zu machen und das Städtchen ein wenig anzuschauen, um dann ein wenig später an der Freilichtbühne zu sein.

Der Plan funktionierte, wir kamen ohne Verzögerung in Bad Segeberg an und bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich die Fußgängerzone Bad Segebergs von ihrer besten, einer sehr einladenden Seite. Bunte Blumen in den kuriosesten Behätnissen säumten die Straßen, auf denen es sehr lebhaft zuging.

Gestärkt mit einem kleinen Imbiss einer örtlichen Bäckerei ging es mit dem Auto in Richtung eines der Parkplätze für die Freilichtbühne. Der Verkehr hatte inzwischen merklich zugenommen, die Straßen sind während der Anreisephase an der Lastgrenze und man braucht Geduld – vor allem als Anwohner. Kein Wunder, wenn rund 4000 Besucher zur gleichen Zeit an dieselbe Stelle wollen.

Aber: die Organisation durch die Veranstalter ist wirklich spitze, an jedem der ausgeschilderten Parkplätze und an wichtigen Kreuzungen stehen Einweiser und zeigen den Besuchern den besten Weg.

Wenig später zeigte sich der thematisch passende, großzügige Eingangsbereich der Karl-May-Spiele, den wir dank zahlreich geöffneter Eingangsmöglichkeiten schnell passieren konnten – mit unseren Karten, die wir elektronisch in der Wallet des Smartphones hatten. Moderner Wilder Westen, so etwas finden wir toll!

Hinter dem Eingang, vor dem eigentlichen Freilichttheater, begrüßten uns zahlreiche im Western-Stil gehaltene Verkaufsgebäude mit Souvenirs und allem, was das Herz (oder vielmehr der Bauch) begehrt, um Hunger und Durst zu stillen. Was uns besonders erstaunte und vor allem erfreute: die Preise waren absolut familienfreundlich, sowohl bei Souvenirs wie auch der Verpflegung. Man wird nicht so viel Geld los, wie beispielsweise in Vergnüngsparks oder großen Zoos. Das gilt im übrigen auch für die Eintrittspreise! Vor allem, wenn man am Ende weiß, was man geboten bekommt.

Eigentlich haben wir und unsere Kids mit Cowboys und Indianern nicht so viel zu tun und keine besondere Neigung in diese Richtung, als wir den Zuschauerbereich betraten und von oben direkt auf das beeindruckende Bühnenbild blickten, änderte sich das plötzlich: wir waren angekommen, mitten im Wilden Westen.

Die Show mit ihrer spitzenmäßigen Besetzung tat dann von der ersten Sekunde an ihr übriges dazu und zog uns voll in ihren Bann. Die gut zwei Stunden Spielzeit zuzüglich einer etwa 20-minütigen Pause vergingen wie im sprichwörtlichen Fluge.

Die Autoren haben die eigentliche Geschichte um Winnetou (Alexander Klaws), Old Shatterhand (Sascha Gluth), Martin Baumann, den Sohn des Bärenjägers (Raúl Richter), Tiffany O‘ Toole (Larissa Marolt) und den hinterhältigen Hong-peh-te-keh, den Schweren Mokassin (Nicolas König) geschickt mit zwei sehr unterhaltsamen Figuren, dem Italiener Antonio Ventevaglio (Patrick L. Schmitz) und dem Schweizer Urs Bürgli (Jogi Kaiser) gespickt, die immer wieder für Lachsalven sorgten.

Aber natürlich gab es viele spannende Momente, tolle Stunts mit passenden Pyrotechnik-Ergänzungen, zahlreiche Reitszenen, die auch mitten im Publikum spielten und nicht zuletzt einen nochmal richtig mitreißenden Showdown.

Zum Schluß konnten alle jungen Zuschauerinnen und Zuschauer an den Bühnenrand und die Schauspieler abklatschen. Für die Kinder ein großartiger Abschluß eines eindrucksvollen Freilichttheaterstücks.
Die Show hat uns so gut gefallen, dass wir am liebsten am nächsten Tag nochmal hingefahren wären.

Alles in allem also eine absolute Empfehlung, wir haben uns fest vorgenommen, die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg im kommenden Jahr abermals zu besuchen, vor allem, weil das Stück jedes Jahr ein anderes ist und auch ein Teil des Ensembles wechselt. Insofern dürfen wir gespannt sein.

Bilder der Karl-May-Spiele dürfen hier leider aus lizenzrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden, das ergab eine Anfrage bei der Pressestelle.

Den nächsten Tag nutzten wir dann für einen Rundgang durch Lübeck – die Altstadt ist wirklich sehenswert. Nicht nur auf Postkarten machen die vielen historischen Gebäude einen guten Eindruck, in natura sind sie noch deutlich interessanter. Insofern können wir eine Verbindung des Besuchs der Freilichtbühne in Bad Segeberg mit einem Abstecher nach Lübeck nur wärmstens anraten.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.